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Ein Einblick in meine Ernährung – Teil II Kohlenhydrate im Fokus

Autorin
Julia SchultzStudentin, Fitnesstrainerin, Bloggerinunser Team

Ich ernähre mich ziemlich gesund, behaupten viele Leute. Dabei empfinde ich, dass es selbst bei mir noch viel Verbesserungsbedarf gibt (vor allem was manche Naschereien von Schokolade anbelangt) und ich mich relativ „normal“ ernähre. Doch vergleiche ich tatsächlich meine Ernährung mit der Ernährung anderer, fällt mir auf, wie ich ganz unbewusst ziemlich gesund esse – noch gesünder, als andere, die bereits gesund essen. Doch was mache ich anders als andere? Was lässt mich behaupten, dass ich wirklich noch Mal ein Tick gesünder esse, als andere, die sich bereits schon ziemlich gesund ernähren. Heute gibt es Teil II meiner Ernährungsreihe.

Kalorienzählen war gestern! Ich zähl Nährstoffe.

Ich gebe zu, dass ich auch die Phase hatte, in welcher ich intensiv auf die Kalorien geschaut habe. Aber viel gebracht hat es mir nicht. Außer, dass ich leicht verrückt wurde. Ich habe es daher abgelegt an Kalorien zu denken und diese zusammenzurechnen. Und dabei kann ich wirklich gut mit Zahlen 😉 Dennoch braucht man das meiner Meinung nach nicht zu tun, außer man hat wirklich das Ziel auf die Bühne zu gehen (a.k.a Bodybuilding competition). Achtet man auf eine gesunde und ausgewogenen Ernährung gepaart mit viel Bewegung, brauch man nicht Kalorien zählen. Daher ist mir viel wichtiger an Nährstoffe zu denken. Da gibt es zum einem die Makronährstoffe und Mikronährstoffe. Makronährstoffe sind Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Klar, diese werden in Kalorien angegeben, aber mir geht es eher darum, dass wir die richtigen Arten von diesen Makronährstoffen essen. So, wie es unserem Körper gut tut.

Kohlenhydrate erlaubt, aber nur die richtigen.

Momentan geht ja so der Trend rum, KEINE Kohlenhydrate zu essen. Das ist erst mal so unmöglich, da wir diese auch in Obst und Gemüse finden. Prinzipiell bleibt es ja jedem selbst überlassen, aber ich bin der Meinung, dass wir Kohlenhydrate brauchen. Allerdings denke ich auch, dass wir heutzutage zu viel von ihnen essen oder eher zu viel von den Kohlenhydraten, die eventuell nicht so gut für unseren Körper sind. Da steht ganz groß Zucker mit drin. Darüber hatte ich schon im ersten Teil gesprochen und das möchte ich hier nicht nochmal aufgreifen, sondern mich anders fokussieren. Lange galten Kohlenhydrate als die optimale Energiequelle für Sportler. Doch die Wahrheit ist, dass ein Zuviel an Kohlenhydraten unseren Fettstoffwechsel negativ beeinflusst, da unsere Kohlenhydratspeicher dauernd voll sind. Für mich bedeutet es, dass ich so gut wie keine Brötchen, Brot, Kartoffeln, Nudeln oder Reis mehr esse. Ich habe diese Umstellung eher unbewusst als bewusst gemacht. Ich fing damit an, weil ich Kohlenhydrate komplett aus meinem Ernährungsplan streichen wollte, stellte aber bald fest, dass es so ganz ohne nicht geht. Deshalb habe ich eine Form gefunden, die mir sehr gut tut.

Mir geht es am Besten, wenn ich das Toast, das zuckerhaltige Müsli oder die Brötchen am Morgen durch Porridge ersetzte. Oder die Portion Spaghetti Bolognese zum Mittag wird ersetzte durch einen leckeren Salat mit einer Handvoll Vollkornnudeln und einer Portion Feta oder Hühnchen. Und zum Abendbrot gibt es nun kein Brot mehr, sondern Süßkartoffeln, Quinoa, Brokkoli und ein Steak. Wenn es mal Brot gibt, dann gibt es eine Scheibe (oder zwei) Roggenbrot mit Avocado zum Salat mit pochiertem Ei. Esse ich all diese prozessierten Produkte, wie Nudeln, Reis und Brötchen im Übermaß, wird meine Verdauung träge. Nicht nur das! Auch ich werde träge und energielos. Sprich, ich habe keine Energie, obwohl Kohlenhydrate solcher Art als optimale Energiequelle gelten?!?! Klar, jeder Körper ist anders und jeder muss herausfinden, was einem gut tut. Das ist mein optimaler Umgang mit Kohlenhydraten und ich fühle mich so richtg gut. Doch nun etwas mehr zu den einzelnen Kohlenhydratlieferanten

Porridge

Gemüse und Obst

Generell enthalten Obst und Gemüse sehr viele gute Nähstoffe, wie Mineralien und Vitamine. Das ist schon mal das Hautargument viel davon zu essen, denn die brauchst du, damit dein Körper einwandfrei funktioniert. Außerdem enthalten sie viele sekundäre Pflanzenstoffe, wie Polyphenole (besonders viel im Grünen Tee), die dir helfen deine Gesundheit zu erhalten. An Kohlenhydraten in Gemüse brauchst du nicht zu geizen! Iss so viel wie möglich davon. Wenn es um Obst geht, solltest du etwas mehr auf die Menge achten. Obst hat natürlich auch viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, doch enthält es auch viel Fruchtzucker. Dieser ist immer noch besser, als jeder industriell hergestellte Zucker, aber dennoch sollte man nicht mehr als drei Portionen Obst (am besten frisch und regional) am Tag zu sich nehmen.

Kartoffel

Ich esse so gut, wie keine Kartoffeln mehr. Kartoffeln sind jetzt nicht unbedingt schlecht, aber dennoch wirken sie stark blutzuckererhöhend und ich spüre den Unterschied einer kartoffelreichen und einer kartoffelarmen Ernährung. Meiner Meinung nach gilt es Kartoffeln zu reduzieren – aber nicht auszuschließen!

Reis

Das Gleiche gilt für Reis. Esse ich kaum noch, da ich viele schöne Ersatzlebensmittel, wie z.B. Quinoa für mich entdeckt habe. Wenn ich Reis esse, dann schon eher Naturreis, da dieser noch viele Mineralien und Spurenelemente enthält, die beim polierten Reis so ziemlich verloren gehen.

Getreide

Ich denke Nudeln, Brot und Kuchen werden heutzutage sehr häufig und viel verzehrt. Zu jeder Mahlzeit am Tag gibt es etwas davon, denn wir glauben, dass uns das am Besten satt macht. Das entspricht aber nicht unserer Natur und führt eher zu Entzündungen und zu einem verschlechterten Stoffwechsel im Körper. Mir geht es wesentlich besser ohne diese Getreideprodukte bzw. wenn ich sie in Maßen esse. Ein Teller Nudeln würde bei mir nie mehr auf den Tisch kommen, erinnere ich mich noch zu gut, wie ich mich immer fühlte als der Teller leer war: Unglaublich voll, träge und dennoch hatte ich Heißhunger auf mehr Kohlenhydrate. Heute esse ich einen Salat und packe eine große Handvoll Nudeln mit rein. Ich fühle mich viel besser!

Fazit

Kohlenhydrate sind nicht schlecht oder böse. Aber es gibt welche, die unserm Körper besser tun, als andere. Essen wir etwas weniger von -vor allem produzierten- Lebensmitteln, wie Brot und Nudeln nehmen wir automatisch etwas weniger Kohlenhydrate in unserer täglichen Ernährung auf. Die Umstellung verhilft unserem Körper den Stoffwechsel zu optimieren und schlanker & gesünder zu werden.